In München fand ein Forum zur Bildungs- und Kulturzusammenarbeit zwischen Usbekistan und Deutschland statt

Am 27. Oktober 2026 fand im historischen Maximilianeum, dem Sitz des Bayerischen Landtags in München, ein Usbekistan-Forum statt.
Die von der Klett EDU GmbH und dem Ost-West-Wirtschaftsforum mit Unterstützung der Botschaft der Republik Usbekistan in Deutschland organisierte Veranstaltung widmete sich dem Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, berufliche Qualifizierung und Kultur.
An dem Forum nahmen der Botschafter Usbekistans in Deutschland, Dilshod Akhatov, der ehemalige bayerische Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales sowie Landtagsabgeordnete Eric Beißwenger, der Geschäftsführer der Klett EDU GmbH, Ferdinand Ayen, die Leiterin von Klett Uzbekistan, Oydin Djalilova, sowie Vertreter der deutschen Wirtschaft, von Bildungseinrichtungen und gesellschaftlichen Organisationen und Mitglieder der usbekischen Gemeinschaft teil.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Erweiterung der Zusammenarbeit im Bereich der beruflichen Bildung, die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte sowie die Möglichkeiten ihrer Integration in den deutschen Arbeitsmarkt. Vertreter von Klett EDU informierten über die laufenden Bildungsprojekte des Unternehmens in Usbekistan und dessen zukünftige Vorhaben.
Darüber hinaus berichteten junge Menschen aus Usbekistan, die in Deutschland eine Berufsausbildung absolvieren, über ihre persönlichen Erfahrungen, die Verbindung von theoretischer Ausbildung und beruflicher Praxis sowie über die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen.
Im kulturellen Teil des Forums hielt Holger Kretzschmar vom deutschen Trescher Verlag einen Vortrag über das historische und kulturelle Erbe Usbekistans sowie das touristische Potenzial des Landes. Dabei stellte er den vom Verlag veröffentlichten Reiseführer über Usbekistan vor.
Anschließend referierte der renommierte deutsche Architekt, Verleger und Autor zahlreicher Publikationen über die Architektur Usbekistans, Professor Philipp Meuser, über das reiche architektonische Erbe Taschkents und die Geschichte seiner städtebaulichen Entwicklung.
In seinem Vortrag beleuchtete er unter anderem die archäologischen Stätten Oqtepa und Mingo‘rik sowie die verschiedenen historischen Entwicklungsphasen der Architektur der usbekischen Hauptstadt. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den einzigartigen Fassadenmosaiken an mehrgeschossigen Gebäuden Taschkents. Professor Meuser stellte Projekte vor, die sich mit der Erforschung, Kartierung und internationalen Bekanntmachung dieses bedeutenden architektonischen Erbes befassen.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurden den Gästen traditionelle usbekische Spezialitäten serviert, darunter Plov, eines der bekanntesten Nationalgerichte Usbekistans. In einer herzlichen und freundschaftlichen Atmosphäre nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen, neue Verbindungen zu knüpfen und sich über mögliche gemeinsame Initiativen auszutauschen.
Das Usbekistan-Forum in München bot eine wichtige Plattform zur Vertiefung der deutsch-usbekischen Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung und berufliche Qualifizierung. Zugleich leistete die Veranstaltung einen wertvollen Beitrag dazu, das reiche kulturelle und architektonische Erbe Usbekistans einer breiteren deutschen Öffentlichkeit näherzubringen.
Madina Shakhnazarova