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Über das Seminar zur Vorbereitung für die Überwachung von Kinder- und Zwangsarbeit beim Baumwollanbau

In den Jahren 2013-2014 wurde in Usbekistan von Gewerkschaftsbund, Ministerium für Arbeit und Sozialschutz und Handelskammer (die Sozialpartner) zusammen mit Experten der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) internationale und nationale Überwachung der Kinderarbeit beim Baumwollanbau durchgeführt.

Die Ergebnisse der Überwachung bestätigten das Fehlen der systematischen Kinderarbeit bei der Baumwollernte und wurden vom ILO-Experten-Ausschuss gut bewertet. Diese Ergebnisse wurden bei den Tagungen der Internationalen Arbeitskonferenz untersucht.

Von der IAO wurde der Regierung der Republik Usbekistan und den Sozialpartnern in dem Land empfohlen, die Zusammenarbeit mit dem Koordinierungsrat im Bereich der Kinderarbeit fortzusetzen und die ILO über die Fortschritte in dem Bereich zu informieren.

Zeitgleich, in 2014 schlug die Weltbank der Regierung Usbekistans vor, die Fremdüberwachung von Kinder- und Zwangsarbeit in ihren Projektgebieten durchzuführen und einen Feedback-Mechanismus mit der Öffentlichkeit über diese Themen zu schaffen.

Zwischen der Regierung der Republik Usbekistan und der Weltbank ist ein Konsens erzielt worden, dass die Überwachung der Arbeit das alleinige Vorrecht der Internationalen Arbeitsorganisation ist und sie in diese Arbeit einbezogen werden sollte.

Demzufolge wurden von dem Koordinationsrat zur Bekämpfung der Kinderarbeit in Usbekistan territoriale Überwachungsgruppen gebildet, deren Mitglieder sich aus ILO-Experten und Vertretern des Gewerkschaftsbundes, des Ministeriums für Arbeit und Sozialschutz, der Handelskammer sowie von regionalen NGOs zusammensetzten.

Monitoring der Kinderarbeit wird unter Mitwirkung internationaler Experten in zehn Gebieten des Landes stattfinden, und in den drei Gebieten wird ein nationales Monitoring mit technischer Hilfe der ILO durchgeführt.

Am 6. August 2015 unterzeichneten die Parteien eine Vereinbarung über die Verpflichtungen und Datenschutz für den Zeitraum der Fremdüberwachung von Kinder- und Zwangsarbeit in den Projektgebieten der Weltbank in der Republik Usbekistan. Die Vereinbarung sieht die Verpflichtung der Parteien und die Bedingungen der Vertraulichkeit bis zum Ende der Überwachung vor.

Um sich die Experten für die objektive Überwachung vorzubereiten, wurde am 14.-15. September 2015 in Taschkent von den ILO-Experten E. Beytullaev, H. Taliga und S. Makklelland ein Trainingsseminar für internationale und nationale Experten organisiert.

Wie im Seminar darauf hingewiesen wurde, Usbekistan setzt die Anforderungen der IAO-Übereinkommen №138 „Über dem Mindestalter für die Zulassung zur Beschäftigung“ und №182 „Über die schlimmsten Formen der Kinderarbeit“ konsequent um. Das bestätigte die Ergebnisse der Überwachung der vergangenen Jahre, die unter Mitwirkung und mit technischer Hilfe der IAO erfolgte.

Während des Trainingsseminars wurden die Entwurfe zur „Anleitung für die Fremdüberwachung von Kinder- und Zwangsarbeit während der Baumwollernte in den zehn Gebieten Usbekistans im Jahr 2015“ und Fragebögen für Vor-Ort-Interviews diskutiert und nachgearbeitet.

Die Mitglieder der Gruppen haben beschlossen, bei der Überwachung die Prinzipien der Zuverlässigkeit, Transparenz, Objektivität, Vertraulichkeit und Schutz der Interessen des Kindes einzuhalten.

Außerdem wurde beim Seminar vereinbart, um über die Ergebnisse der Überwachung und der Feedback-Mechanismen zu diskutieren, am 10. November ein Runder Tisch mit Vertretern der Internationalen Arbeitsorganisation, Weltbank, Internationalen Gewerkschaftsbund, Internationalen Organisation der Arbeitgeber, und der anderen interessierten Organisationen zu organisieren.

Quelle: Sekretariat des Koordinierungsrates zur Bekämpfung der Kinderarbeit in Usbekistan