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Usbekistan überholt Spanien bei Kirschexporten und steigt in Gruppe der global Führenden auf

20.06.2018

Dank der aktiven Ausdehnung der Flächen der Kirschplantagen 2013-2017 hat Usbekistan die Kirschexporte bedeutend erhöht und wird der viertgrößte globale Exporteur. Damit übertrifft es Spanien bei der Kirschexportmenge, berichtet Fruit-Inform. Laut EastFruit.com exportierte Usbekistan 2017 rund 32.000 Tonnen Kirschen, 5.000 Tonnen mehr als Spanien, hieß es.

2018 erwarten die Analysten von EastFruit, dass die Exporte auf 36.000 bis 38.000 Tonnen steigen. Während Usbekistan vor gerade 5 Jahren nicht mehr als 5.000 Tonnen Kirschen exportierte, sind die Exportmengen 2016-2017 angestiegen. Der Fortschritt scheint noch bemerkenswerter in Anbetracht dessen, dass die Qualität usbekischer Kirschen (als Endprodukt) aus der Sicht des Marktes betrachtet noch relativ gering ist.

Usbekistan liefert noch rund 99,5% der Kirschen an Russland und Kasachstan und die Abhängigkeit von diesen Märkten stellt ein Problem für die weitere Geschäftsentwicklung dar. Usbekische Produkte sind in anderen Ländern nicht gefragt, trotz ihres schönen Aromas und der Geschmacksqualitäten. Somit sind alle Versuche, die Exporte breiter zu streuen, noch ohne Erfolg.

Der usbekische Kirschsektor verliert infolge der zu großen Vielfalt der Sorten an Wettbewerb, vor allem wegen der kleinen Größe der Früchte, wobei die Anbautechnologien in dem Land veraltet sind, Kirschsortiereinrichtungen fehlen, es Probleme mit der Kühlung und bei Verpackungstechnologien gibt. Zudem gibt es viele Fragen bei der Lebensmittelsicherheit, da die Kirscherzeuger einen breiten Rahmen an verschiedenen Pflanzenschutzprodukten nutzen, die oft unüberprüfte Wirksamkeit und unsicheren Ursprung haben. Die Exportentwicklung ist ebenso durch Marktregulierungen verlangsamt.

Allerdings ist das schwerste Problem des Sektors ineffiziente Vermarktung. Nach der Teilnahme an internationalen Ausstellungen und Werbung für ihre Produkte reagieren usbekische Unternehmen oft nicht auf Telefonanrufe und Email-Anfragen von potentiellen Kunden und ihre Webseiten sind oft außer Betrieb. Das Image aller usbekischen Lieferanten ist ziemlich negativ, heißt es.

Dennoch haben usbekische Kirschen ein großartiges globales Potential. Trotz aller Probleme liefern die Händler kleine Mengen an Südkorea und 2018 hat Usbekistan erstmals den chinesischen Kirschmarkt betreten. Mit den richtigen Sorten und Technologien können usbekische Kirschen auch ihren Platz in dem EU-Markt finden, da ihre Saison eher als in der Türkei beginnt. Derweil sind die niedrigen Preise noch der Hauptwettbewerbsvorteil von usbekischen Kirschen, wenngleich Versuche unternommen werden müssen, um auch bei der Qualität wettbewerbsfähig zu sein. Auch wenn usbekische Kirschen noch relativ geringe Qualität haben, wurde bereits angefangen, auf die türkischen Lieferanten in Russland Druck nach unten auszuüben.

Quelle: Fruit-Inform / EastFruit.com
https://www.fruchtportal.de/artikel/usbekistan-uberholt-spanien-bei-kirschexporten-und-steigt-in-gruppe-der-global-fuhrenden-auf/034137

Veröffentlichungsdatum: 20.06.2018