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Rede des Präsidenten der Republik Usbekistan Islam Karimov bei der Eröffnung der internationalen Konferenz “Das historische Erbe von Gelehrten und Denkern des mittelalterlichen Orients, seine Rolle und Bedeutung für moderne Zivilisation”

Am 15. Mai 2014 hielt der Präsident der Republik Usbekistan Islam Karimov bei der Eröffnung der internationalen Konferenz zum Thema “Das historische Erbe von Gelehrten und Denkern des mittelalterlichen Orients, seine Rolle und Bedeutung für moderne Zivilisation”. Hier sind einige Auszüge aus der Rede des Staatsoberhaupts von Usbekistan.

Die Durchführung des internationalen Forums in Samarkand, das fast in seiner tausendjährigen Geschichte die Kreuzung von Zivilisationen und Kulturen war und so bleiben wird, verleiht ihm einen besonderen Sinn und besondere Bedeutung, so fing der Präsident seine Rede an.

Die alte und ewig junge Stadt Samarkand ist als eine Märchenstadt mit seinem orientalischen Kolorit, reicher Geschichte und gut erhaltenen einmaligen wunderbaren Baudenkmälern weltweit bekannt. Nicht ohne Grund wird gesagt, dass Samarkand neben Rom auch als eine “ewige Stadt” berühmt ist, deren schöne blaue Kuppel die Aufmerksamkeit von Millionen Touristen zieht.

Als gebürtiger Samarkander, der in dieser Stadt geboren und aufgewachsen ist, ist es für mich doppelt angenehm, im Namen aller Städtbewohner unsere aufrichtige Gastfreundschaft zu äußern und allen Teilnehmern zu sagen: “Willkommen in Samarkand”, so Staatsoberhaupt.

Präsident verwies auf das Ziel der Konferenz, es sei die Besprechung und gedankliche Verarbeitung des wissenschaftlichen Erben von hervorragenden Gelehrten und Denkern des mittelalterlichen Orients, Bewertung ihrer Rolle und Bedeutung in der Geschichte moderner Zivilisation.

Islam Karimov wies besonders darauf hin, dass sich die Wissenschaft ohne Stabilität im Land nie entwickeln wird. Nur dann, wenn überall der Frieden und die Stabilität herrscht, dann gehen die Menschen ins Bett ruhig und haben keine Angst davor, welche Probleme und unerwartete Katastrophe morgen auf sie warten. Es ist wahr, deren Richtigkeit im Laufe vieler Jahrhunderte bewiesen wurde. Ich bin überzeugt, dass Sie mich in dieser Frage gut verstehen.

Islam Karimov führte alte Denkmäler der baktrischen, sogdischen, orhonischen, khorezmischen Schriftdenkmäler, Felszeichnungen und Skulpturen, Architektur und andere als Zeuge für die Entwicklung der Kultur in jener Zeit. Der Khorezmer Staat, der vom XI. bis XIII. Jh. gegündet war, umfasste einen großen Teil Asiens, von Indien bis Persischem Golf, vereinigte die Länder von benachbarten Völkern.

Präsident hob die Rolle der Großen Seidenstrasse hervor, die als eine internationale Verkehrsader des Altertums war, die Orient mit Okzident verband. Dieser Korridor versorgte nicht nur die Handelsbeziehungen zwischen China, Indien, Zentralasien, Mittel- und Nahost und Mittelmeerraum, sondern auch die Kommunikationsmittel zwischen den Kontinenten und Ländern, sowie diente als Vermittler für die rasche Verbreitung neuer Technologien und Novationen (z.B. Produktion von Seiden, Porzellan, Schießpulver, Papier u.a.), landwirtschaftlicher Kulturen und Technologien, sowie Kulturschätze, was die Grundlage für den zivilisationsübergreifenden und technologischen Austausch schuf.

Eine wichtige Rolle spielte dabei gegenseitige Bereicherung der Völker verschiedener Länder mit wissenschaftlichen Wissen und Errungenschaften. Durch die Seidenstrasseroute nach Europa und zurück nach Asien liefen Meldungen über die Tätigkeit der Gelehrten und Denker von Orient und Okzident, entwickelte sich praktischer Zugang zu den Arbeiten, Ideen und Entdeckungen solcher hervorragender Gelehrten der Antike wie Sokrates, Platon, Aristoteles, Ptoleumäus und anderer.

Erwähnt wurde auch in der Rede, dass die Denker und Philosophen, Gelehrten und Dichter damals traditionsgemäß unter der Schirmherrschaft von Herrschern und Sultanen waren. “Akademie Mamun” in Chiwa, “Haus der Weisen” (“Bayt al-hikma”) in Bagdad in den IX-XI Jh., die Schule von Ulugbek in Samarkand im XV Jh. beherbergten berühmte Gelehrten.

Nach Meinungen von Gelehrten, Forschern war der Orient, insbesondere die Region von Zentralasien eine Quelle von zwei großen Plätschern wissenschaftliches-kulturelles Aufstiegs in den IX-XII und XIV-XV. Jh.. Während die Schaffung großer literarischer Werke, Kunst und Meisterwerke der Architektur, neuer Entdeckungen in der Medizin das Ergebnis des Renaissance in Europa war, liegt die Besonderheit des Renaissance im Orient vor allem, in der Entwicklung der Natur- und exakten Wissenschaften wie Mathematik, Astronomie, Physik, Chemie, Geodäsie, Pharmakologie, Medizin, Geschichte, Philosophie und Literatur.

Einzeln und detailliert ging Präsident auf die hohe Leistungen berühmter Denker und Gelehrten des Orients zur Entwicklung der Wissenschaft, Menschheit ein.

Anschließend betonte Islam Karimov die Notwendigkeit, das wissenschaftliche und kulturelle Erbe der weltberühmten Gelehrten und Denker des mittelalterlichen Orients in Zusammenarbeit vertieft zu forschen.

Staatesoberhaupt von Usbekistan betonte, dass eine grosse Schicht wissenschaftlichen Erben, grosser Entdeckungen der Gelehrten mittelalterlichen Orients bei weitem nicht vollständig erforscht sind und wartet auf ihre Forscher.

Erst heute zählen die wertvollsten Bestände der Bibliotheken in Usbekistan mehr als 100 Tausend Handschriftenarbeiten, deren Hauptteil in die Liste des Welterbes UNESCO eingetragen sind. Die Handschriften der Gelehrten und Denker mittelalterliches Orients betragen eine “Goldene Fond” der Bibliotheken vieler Länder Europas und Asiens – Großbritannien, Deutschland, Spanien, Russland, Frankreich, Ägypten, Indien, Iran und andere.

Zum Schluß seiner Rede sprach der Präsident Usbekistans namentlich den anwesenden Professoren aus Japan, USA, Indien, Südkorea, Belgien, Holland, Kairo, China, die ihren großen Beitrag zur Forschung der Geschichte und Kultur von Zentralasien geleistet haben, seine aufrichtige Dankbarkeit und Anerkennung aus.

Quelle: UzA