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POLITIK
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- VETTERNWIRTSCHAFT UND
- BEZIEHUNGEN DER CLANS
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Gemäß
des Großteils der Begriffsbestimmungen in Lexika ist ein Clan eine
Erscheinung, die in feudalistischen Gesellschaften existiert. Sie ist
eine Gemeinschaft von Leuten, die durch verwandtschaftliche bzw.
Blutsbeziehungen verbunden sind. Ein Clan trug den Namen seines Anführers,
der für seine Mitglieder als höchste Autorität auftrat und die
Interessen des Clans außerhalb der Grenzen der relativ
abgeschlossenen Welt der heimatlichen Gemeinschaft vertrat. Gerade der
Clan beschützte seine Mitglieder und gewährte ihnen Schutz und
Beistand.
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Die
Zeit verging, und die gesellschaftlichen wirtschaftlichen Formationen
änderten sich ebenso wie die Beziehungen zwischen den Leuten. Sie änderten
sich, verschwanden jedoch nicht vollständig. Man kann mitunter in
Gesteinsschichten Konturen von Abdrücken altertümlicher Pflanzen
entdecken. So ist es auch in der modernen Gesellschaft, in deren
soziokulturellen Erscheinungen eine deutliche Spur des längst
Vergangenen zu Tage tritt. Ähnliches geschah auch mit den Clans.
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In
der heutigen Welt wird es kaum gelingen, eine Gesellschaft zu finden,
die eine Teilung in Clans im klassischen Sinne aufweist. Ab und zu
gibt es sie jedoch in einer abgeänderten, "modernisierten"
Form. In vielen Ländern existieren nicht mehr so starke Blutsbande.
An deren Stelle traten jedoch Bindungen zu anderen Gemeinschaften und
anderen Einheiten auf, wie bodenbezogene und territoriale Einheiten.
Was ist schrecklich daran, daß die Auswanderer aus der einen oder
anderen Gegend, die sich im Ausland oder in anderen Regionen des
Landes niederließen, ihren Landsleuten helfen?
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Die
gegenseitige Hilfe der Leute, die durch den einen oder anderen
Verwandtschaftsgrad miteinander verbunden sind, scheint völlig normal
zu sein. Wenn sich jedoch auf der Grundlage des
Verwandtschafts-, territorialen und ethnischen Prinzips in
den staatlichen oder anderen Strukturen.eine Gesinnung
herausbildet (meistens eine nicht formelle), die d irch
gruppenbezogene Interessen in Gang gebracht wurde, ist dies,
indem gerade diese Interessen in den Vordergrund gestellt
werden, ein Schaden für die gemeinsame Sache, für die
allgemeinen staatlichen Interessen und die Interessen des gesamten
Volkes, dank des.Erreichens der eigenen Ziele, ähnliche
Strukturen den Vorstoß ihrer Mitglieder in bestehende
Machthierarchien, staatliche und andere Hierarchien anstreben,
dann wird dies Gefährlich.
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Bis
heute gibt es noch keine seriösen, tiefgreifenden Analysen dieser
Erscheinungen, welche man nicht als charakteristische Besonderheiten
bezeichnen darf, sondern lediglich als in der Entwicklung befindlich
oder als Besonderheiten, die eine für die Länder komplizierte Übergangsperiode
überstehen. Die Vetternwirtschaft und Clans wurden den Erscheinungen
eines engstirnigen, ethnoreligiösen Gedankentyps zugerechnet, da sie
die gesamte Vielfältigkeit, Komplexität und gegenseitigem Abhängigkeiten
der Welt auf die Ausmaße eines Territoriums, einer ethnischen Gruppe
oder sogar eine große Familie beschränken.
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Worin
liegen die Gründe für die Lebensfähigkeit dieser Erscheinungen,
ihre ständige Reproduktion unter modernen Umständen, und wie zeigen
sie sich unter den Bedingungen unserer Region?
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Die
Bildung von Clans aus einem Landesteil in staatlichen Strukturen
findet auf der Grundlage eines ethnischen Merkmals statt.
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Das
Ziel des Clans ist die maximale Durchdringung auf allen Ebenen der
staatlichen Hierarchie durch seine Mitglieder. Das
Unterscheidungsmerkmal unter den Clans ist der gemeinsame Geburtsort
seiner Mitglieder. Dies muß man sich vergegenwärtigen: Es ist nicht
die Gemeinsamkeit der Beschäftigung, die geistigen Interessen, die
Weltanschauung, sondern gerade der gemeinsame Geburtsort.
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Das
regionale Selbstverständnis, oder, mit anderen Worten, die
Selbsterkenntnis der Leute nur durch den Ort, an dem sie geboren
wurden und aufgewachsen sind, ist die Basis für die Vetternwirtschaft
und die Bildung von Clans. Es ist offensichtlich, daß heute
hinreichend gewichtige Gründe bestehen bleiben, die bestätigen, daß
in Zentralasien noch das Übertreffen des regionalen Selbstverständnisses
gegenüber dem Nationalismus zu beobachten ist.
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Daraus
kann geschlossen werden, daß eine solche Situation in vielem für die
Völker charakteristisch ist, die den Prozeß der ethnischen
Konsolidierung im. Verlauf der Formierung der wesentlichen Merkmale
und der höchsten Form der ethnischen Gemeinschaft, der Nation,
durchleben.
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Die
Analyse der ethnosozialen Situation in einigen Staaten zeigt, daß ein
in ethnischer Hinsicht buntes Bild existiert, wobei innerhalb einer
Nation sich noch andere einzelne Gruppen absondern, die sich nicht nur
durch ihren Dialekt, sondern auch durch die Merkmale ihrer
wirtschaftlichen Organisation der Gesellschaft und Kultur auszeichnen.
Folglich bleiben die objektiven Bedingungen für die Erscheinungen der
Vetternwirtschaft und Clanbildung erhalten.
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Geschichtlich
gesehen, hatte Zentralasien keine Tradition für einen Staatsaufbau
mit den Merkmalen einer Nation. Alle hier bis zur russischen
Kolonisation bestehenden Staaten bildeten sich hauptsächlich gemäß
dynastischer oder territorialer Prinzipien (Khanate von Buchara, von
Kokand und von Chiwa).
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Es
ist charakteristisch, daß seit der Bildung der letzten früher auf
diesem Territorium existierenden zentralistischen Staaten und Imperlen
vielzählige seßhafte und nomadische Stämme an ihrer Stelle lebten.
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Die
Isolierung eines Volkes, seine Zersplitterung auf verschiedene Khanate
und die stattfindenden zerstörerischen Kriege verstärkten und
erhielten in der langen Zeitspanne bis zur sowjetischen Periode die
feudalistische Zerstückelung.
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Der
Aufbau des sowjetischen Machtimperiums in der Region mit dessen
Streben zur "lnternationalisierung" und der Einebnung aller
nationaler Besonderheiten führte dazu, daß die Differenzierung,
nicht nur zwischen ethnischen Gemeinschaften, sondern sogar innerhalb
eines Volkes zwischen den verschiedenen Gruppen, nicht verschwand,
sondern zum stimulierenden Element für neue Erscheinungen wurde.
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Gerade
der Staatssozialismus mit seiner starren Planwirtschaft, dem
gemeinschaftlichen (enteigneten) Eigentum und der zentralisierten
Verteilung der Güter wurde zur fruchtbaren Grundlage für das
Bestehen und die Verbreitung der Vetternwirtschaft und Clans in die
Tiefe und Breite.
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In
der UdSSR bekamen die Vetternwirtschaft und Bildung von Clans eine
neue Qualität. Die Steifheit und zuweilen auch Grausamkeit der
zentralistischen Planwirtschaft und das Gemeineigentum wurden zu einer
fruchtbaren Grundlage für ihre Ausbreitung. Die Rolle der Verteiler
der materiellen und anderer Güter führten faktisch die Leiter aus,
welche auf unterschiedlichen Ebenen und Positionen arbeiteten. Gerade
ihre Gewogenheit suchten die örtlichen Mächte und Leiter von Geschäftszweigen,
Unternehmen und Geschäften.
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Eine
persönliche Empfehlung eines Bekannten oder ihm nahen Menschen, wie
Verwandte, Freunde und Landsleute, kann als vertrauliches Wort dienen,
das den Weg zu dem einen oder anderen Beamten öffnet. Seinerseits benötigt
ein solcher Leiter für die Wahrung und Stärkung seiner Macht eine
zuverlässige und loyale Umgebung. Das Prinzip der persönlichen
Ergebenheit wurde zu einem Kriterium seiner Kaderpolltik. Als
Leitmotiv sind Wörter einer bekannten Persönlichkeit der russischen
Literatur zu vernehmen: "Wie könnte man einem vertrauten
Menschen nicht helfen?!"
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Ein
solches System der Beziehungen in einer Gesellschaft ist äußerst schädlich
und gefährlich, wenn die Interessen einer einzelnen Gruppe oder
einzelner Gebiete über die allgemeinen Interessen dominieren, da dies
zu einem Anstieg der sozialen Spannungen in der Gesellschaft führt,
die in sich eine Gefahr für die Gesellschaft, ihre Stabilität,
Ganzheit und Fähigkeit zum Fortschritt bergen. Während der
sowjetischen Zeit der Dominanz illusorischer Ideen kamen nicht nur
einmal Konflikte auf der Grundlage von kollidierenden Interessen der
Clans auf. Diese wurden traditionell unter der Ausnutzung des mächtigen
Repressionsapparates gelöst, während die Propagandamaschine alles
Geschehene unter dem Mantel des Schweigens hielt.
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Das
Bestreben, sich von einem solchen lasterhaften Erbe zu befreien,
stellt die Grundlage einer der wichtigsten strategischen Aufgaben
unseres Staates dar. Mit der Erlangung der Unabhängigkeit kamen hierfür
unabdingbare Voraussetzungen auf und festigten sich. Dies ist der
Grund dafür, daß auf höchster politischer Ebene auf die
Notwendigkeit der aktiven Verhinderung der Fakten der Vettern- und
Interessenwirtschaft, welche unsere gemeinsame Sache stören,
hingewiesen wird und unterstreicht, daß es auf der Welt nur eine
usbekische Nation und keine nationalen Unterschiede zwischen
Choresmiern, Ferganern und Surchandariern gibt, weil sie alle Usbeken
sind.
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Der
gefährlichste Irrtum besteht in der Errichtung des einen oder anderen
territorialen Unterschiedes. Die nationale Identifikation des
Einzelnen sollte nicht über die regionale Selbstbestimmung geschehen.
Der Mensch soll sich in erster Linie als Bürger Usbekistans fühlen
und danach erst als Choresmier, Samarkander oder Bewohner des
Ferganabeckens. Dies schmälert nicht im geringsten den Wert und die
Bedeutung der "kleinen Heimat" für jeden von uns, der
Gegend, in der wir geboren wurden und aufwuchsen, der Eigenständigkeit
seiner Lebensweise und Wertvorstellungen. Man sollte sich jedoch daran
erinnern, daß das übermäßige Wuchern des Lokalpatriotismus und
seine Aggressivität die Konsolidierung der Nation behindert,
unausweichlich zum inneren Separatismus und zur kulturellen Isolation
führt und eine Reihe anderer Gefahren für die Stabilität und
Sicherheit des Staates mit sich bringt.
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Worin
besteht die Gefährlichkeit dieser Erscheinungen? Zu welchen negativen
Folgen können sie führen? Dies sind bei weitem keine müßigen
Fragen für unsere junge Unabhängigkeit. Von den Antworten hierzu hängt
das Schicksal der Bürger unseres Landes ab.
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Vor
allem kann die Stärkung der Vetternwirtschaft zu einer Isolation der
Regionen, zum Zerfall der sich bildenden Handelsbeziehungen und
insbesondere zur wirtschaftlichen Degradation der Region führen. Dies
kann nicht zu einem Verlust der gesamten staatlichen Ökonomie führen,
ist jedoch begleitet von der Entstehung und starken Entwicklung von
Fliehkräften innerhalb des Staates.
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Die
separatistisch eingestellten Regionen stellen für sich eine reale
Gefahr für die Gesamtheit des Staates dar.
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Indem
sie bestrebt sind, ihre Dominanz zu sichern und ihre egoistischen
Ziele zu verwirklichen, können der Clan oder die Region zum Nährboden
für die Bildung verschiedener Gruppen werden, die eine politische
Opposition auf staatlicher Ebene be anspruchen. Der Machtkampf unter
diesen Gruppierungen, der extremistische Formen annimmt, birgt auch
eine direkte Gefahr für die territoriale Gesamtheit des Staates und
seines Bestandes in sich.
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Politische
Organisationen, unter ihnen auch solche oppositionellen Charakters,
sollen sich innerhalb der Gesellschaft auf gesamtnationaler Ebene
entwickeln. Dies ist die Garantie dafür, daß die Führer und
Mitglieder dieser Organisationen die Interessen des Staates und des
Volkes vor alles andere stellen und nicht die des Landesteils, dem sie
angehören.
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Eine
weitere potentielle Gefahr der Vetternwirtschaft und des Separatismus
liegt darin, daß Widersprüche auf der Ebene der Vetternwirtschaft
und Clans unter den Bedingungen in unserer Region anwachsen oder
zwischennationale oder ethnische Konflikte ins Leben rufen.
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Wie
schon angemerkt wurde, kann man Vertreter der zentralasiatischen Urvölker
in allen fünf Staaten der Region antreffen. Die Bevölkerung unserer
Staaten besteht zum großen Teil aus einer der ethnischen Gruppen
(Usbeken, Kasachen, Tadshiken, Kirgisen, Turkmenen, Karakalpaken,
Uiguren und andere). Es ändert sich lediglich die Zusammensetzung. In
jeder der Republiken gibt es Orte, an denen Menschen der einen oder
anderen namenlosen Nation konzentriert leben. So z.B. usbekische
Gebiete in Kasachstan und im Süden der oschkischen Provinz in
Kyrgysstan, in der Provinz Leninabad in Tadshikistan, in der
daschauskischen Provinz Turkmenistans, große kasachische Siedlungen
in den Provinzen Taschkent und Dshizak, vorwiegend russische Provinzen
im Norden Kasachstans und so weiter.
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In
der schweren Phase der Kernreformen der Gesellschaft kann bei den in
ihr lebenden Minderheiten das Gefühl der Kränkung und der Ungewißheit
gegenüber der eigenen Zukunft im Land aufkommen. Wenn jedoch diese
Gefühle vor dem Hintergrund der Ausbreitung der Vetternwirtschaft,
des Bandenkrieges und, als Folge dessen, der Diskriminierung im
wirtschaftlichen und politischen Leben entstehen, so wächst das
Risiko der Spannung zwischen ethnischen Gruppen und Nationalitäten
bis hin zu einem nicht mehr kontrollierbaren Gewaltausbruch stark. Die
Historie der letzten Jahre gibt viele Beispiele für Konflikte und
Tragödien, die auf dieser Grundlage auf dem Gebiet der ehemaligen
Sowjetunion aufkamen.
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Wenn
man über die Gefahren spricht, welche die Vetternwirtschaft und der
Bandenkrieg mit sich bringen, so muß berücksichtigt werden, daß
diese Erscheinungen in sich destruktiv sind. Die Geschichte kennt
jedoch Präzedenzfälle, in denen äußere Kräfte diese Werkzeuge in
geschwächten Staaten unter verschiedenen Umständen anwandten, um
ihre geopolitischen Ziele und gewinnsüchtigen Interessen zu
erreichen.
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Genau
diese Geschichte bekräftigt jedoch auch, daß die Anführer der Clans
und Wortführer für die regionalen Interessen, welche die äußeren
Kräfte für die eigenen Ziele ausnutzen wollen, schlußendlich zu
Geiseln des Willens dieser äußeren Kräfte und zum Opfer werden, dem
die Letztgenannten bereit sind, als Rechtfertigung ihre bei weitem
nicht immer geeigneten Handlungen beizubringen.
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Wenn
die Umwandlung der Vetternwirtschaft und Clans von potentiellen
Risikofaktoren in reale Gefahrenquellen nicht zugelassen wird, erlaubt
dies nicht einfach nur das Verstehen der Aktualität und Komplexität
dieses Problems, sondern auch eine klare Vorstellung dessen, was
unbedingt notwendig ist, um diese Erscheinungen auf der Grundlage der
kritischen Masse nicht zuzulassen.
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Grundlage
jeder Arbeit heutiger und zukünftiger Politiker sollte das Prinzip
sein, das die Priorität der menschlichen Werte und gesamtnationalen
Interessen Usbekistans und die Priorität der gesamtstaatlichen
Gesetze in seinem gesamten Terrltorium vorans tellt. Die Grundlage für
die organisierte Konsolidierung einzelner Individuen innerhalb der
Gesellschaft sollte nicht ihre russische, territoriale oder ethnische
Herkunft sein, sondern die klar erkennbaren Gemeinsamkeiten der
kooperativen Interessen (der Unternehmer, Intelligenz, Agrarier usw.)
auf gesamtstaatlicher Ebene.
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Die
Balance der Interessen aller Regionen, aller ethnischen und sozialen
Gruppen muß ständig beachtet werden. Hindernisse für das Aufkommen
und die Entwicklung von korrupten Strömungen und Bandenkriegen
sollten zu einem legitimen Mechanismus des Ausdrucks und der
Verwirklichung dieser Interessen werden.
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Die
Kaderpolltik, die Maßnahme der staatlichen Verteilung, die sich immer
noch in einer Übergangsphase befindet, die ökonomische, soziale und
regionale Politik des Staates sollten allen Territorien, nationalen
und sozialen Minderheiten gleiche Möglichkeiten für den Zugang zu
den staatlichen Ressourcen und deren Nutzung geben.
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Man
muß den örtlichen Behörden eine große Unabhängigkeit zugestehen.
Das Wissen über die Besonderheiten seiner Region gibt dem Führer vor
Ort die Möglichkeit, das vorhandene materielle und menschliche
Potential optimal zu nutzen und die Durchführung der Reformen,
ausgehend von den lokalen wirtschaftlichen, demographischen und
anderer Besonderheiten, in geeigneter Weise sicherzustellen. Die Übertragung
eines bedeutenden Teils der Verantwortung für die Reformen auf örtliche
Behörden ermöglicht eine maximale Einbindung ihrer Initiative und
das Einbringen lokal vorhandener Ressourcen.
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In
Verbindung hiermit sollte die Gewährung einer weitreichenden
wirtschaftlichen Selbständigkeit für Wirtschaftsobjekte und örtliche
Verwaltungsorgane mit der erhöhten persönlichen Verantwortung ihrer
Leiter zusammenfallen. Dies ermöglicht eine Verbesserung des örtlichen
Budgets und das Finden eines geeigneteren Weges für die Lösung
lokaler wirtschaftlicher und sozialer Probleme.
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Bedingung
für eine solche Regionalisierung sollte jedoch die unbedingte
Anerkennung der Priorität der allgemeinen staatlichen Interessen
sein.
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Die
wichtigsten Bedingungen für die Wahrung der nationalen Unabhängigkeit,
der Souveränität und Stabilität in Usbekistan, für die Vermeidung
der Gefahr der Vetternwirtschaft und Clanbildung sind die weitere
Vertiefung der demokratischen Reformen sowie der Dominanz allgemeiner
menschlicher Werte im Bewußtsein der Leute und der gesamten
Gesellschaft, die mühsame Arbeit und, wenn Sie so wollen, der Kampf
gegen die Versuche der ethnischen und nationalen Selbstisolation.
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Der
geistigen Entwicklung und der Bildung der Nationen und Völker eine
Bedeutung für die allgemeine staatliche Politik zu geben, die Gewährleitung
der dialektischen Verbindung in der Bedeutung für die Leute, das Gefühl
des Nationalstolzes unter Achtung der Geschichte, Kultur und des
Wertes anderer Nationen, die Ausarbeitung und laufende Stärkung des
Gefühls der Beteiligten und die Verantwortung für alles, was in der
modernen Welt vor sich geht, das Anerziehen des Verstehens und die
Anerkennung der Unumgänglichkeit, zusammen mit einem vollständigen
Wissen über die Geschichte seines Staates und Volkes, sowie ein
intensives Erlernen der Errungenschaften der Weltgeschichte und
Kulturen bei der modernen Jugend und zukünftigen Generationen, dies
alles sind absolut unumgängliche Voraussetzungen dafür, daß wir
zuversichtlich in die Zukunft blicken können und über das Schicksal
und das Wohlergehen unserer Kinder beruhigt sein können.
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