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Erstens. die Liquidierung und Demontage des alten Kommandosystems
und der entsprechenden Macht- und Verwaltungsorgane.
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Zweitens: die Schaffung der rechtspolitischen und verfassungsmäßigen
Grundlagen des neuen Staatswesens und die Verankerung in der
Verfassung und in den Gesetzen des neuen Systems der
gesellschaftlichen Verhältnisse, des neuen Systems der zentralen
und örtlichen Staatsorgane.
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Der Entstehungsprozeß des neuen usbekischen Staatswesens verlief
unter schwierigen äußeren und inneren Bedingungen.
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In der Innenpolitik mußten wir eine zweifache Aufgabe lösen:
Aufbau des neuen Staatswesens und Durchführung politischer und
wirtschaftlicher Reformen in großem Maßstab.
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Wie die Praxis der marktwirtschaftlichen Reformen in allen neuen
unabhängigen Staaten zeigt, führen sie zu einem Absinken in der
Wirtschaft, zur Senkung des Lebensstandards eines großen Teils der
Bevölkerung, was den Grund für die Verschärfung der sozialen
Spannungen in der Gesellschaft bilden kann. Besondere Schärfe
erhielt dieses Problem durch die Tätigkeit einer nicht
konstruktiven, oftmals verantwortungslosen und extremistisch
eingestellen ambitionierten Opposition, die mit ihren Handlungen
unter dem Banner der Demokratie die Destabilisierung in der
Gesellschaft provozierte.
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Die außenpolitischen Faktoren, die den Aufbau des neuen
Staatswesens bedrohten, waren vor allem der militärpolitische
Konflikt im benachbarten Afghanistan und die krankhaften Prozesse
des Aufbaus des Staatswesens in Tadshikistan, die sich im Falle
ihrer weiteren Eskalation unweigerlich auf die gesamte
mittelasiatische Region ausweiten könnten, vor allem auf
Usbekistan.
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Zweifellos mußten sich auch die gesellschaftspolitischen Veränderungen
in den neuen unabhängigen Staaten, die im postsowjetischen Raum
entstanden, auf den Herausbildungsprozeß des neuen Staatswesens
auswirken. Dazu gehörten auch die zwischenstaatlichen Beziehungen,
die im Rahmen der Gemeinschaft entstanden waren, und die
verschiedenen Versuche, unter der Losung der Beschleunigung und
Vertiefung der Integration die Entstehungsprozesse und die Festigung
der nationalen Souveränität zu behindern.
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Daneben verlief die Herausbildung des neuen Staatswesens unter
Bedingungen, unter denen wir gezwungen waren, vieles bei Null
anzufangen, indem wir unseren Platz in der Weltgesellschaft
erwarben, ohne über genügend Erfahrungen in der außenpolitischen
Tätigkeit zu verfügen.
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Alle diese Faktoren bedingten auch jene nicht einfachen
Situationen, in denen die Herausbildung des neuen unabhängigen
Staatswesens Usbekistans erfolgte.
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Heute können wir mit Überzeugung konstatieren, daß in diesen
Jahren der Grundstein für das nationale Staatswesen gelegt wurde.
Das alte Kommandosystem und die entsprechenden Macht- und
Verwaltungsorgane wurden demontiert. Viele Strukturen und Organe der
politischen und wirtschaftlichen Verwaltung und Regulierung wurden
liquidiert, die die tragende Konstruktion des Kommandosystems, der
zentralisierten Planungs- und Vertellungswirtschaft, waren und die
das Haupthindernis auf dem Wege der Herausbildung des neuen
Staatswesens bildeten, das sich an den demokratischen Werten und
Prinzipien sowie an der Schaffung der Grundlagen für eine freie
Marktwirtschaft orientierten.
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Ein großes politisches Ereignis im Leben unseres Landes, ein
wichtiger Schritt im Entstehungsprozeß des neuen Usbekistans, war
die Annahme der Verfassung der Republik Usbekistan im Dezember 1992.
Kein einziger Staat kann wahrhaft souverän werden, wenn er in
seinem Grundgesetz nicht die Prinzipien des Staatsaufbaus, der
Rechte und Freiheiten der Bürger, die wirtschaftlichen Grundlagen
und strategischen Entwicklungsrichtungen der Gesellschaft verankert.
Die Verfassung wurde zum Fundament der Gestaltung der
Gesetzgebungsbasis unseres souveränen Staates, zum Eckstein unseres
unabhängigen Staatswesens.
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Aufgrund der Verfassung wurde ein vom vorherigen totalitären
prinzipiell verschiedenes System staatlicher Machtorgane geschaffen,
das auf dem Prinzip der Gewaltenteilung in Gesetzgebung, Exekutive
und Jurisprudenz beruht. f,ür die Tätigkeit jeder von ihnen auf
rechtlicher Grundlage wurden wahrhaft demokratische Normen und
Prozeduren festgelegt, die einen Rückfall in Autoritarismus und
Totalitarismus ausschließen.
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Das geschaffene System der exekutiven Machtorgane unterscheidet
sich grundlegend von den früheren: sie haben ihre Planungs- und
Verteilungsfunktionen verloren und erfüllen die Rolle eines
Koordinators und Regulators der Wirtschaftspolitik. Die zahlreichen
Ministerien wurden abgelöst durch flexiblere, den
marktwirtschaftlichen Bedingungen entsprechende
Wirtschaftsvereinigungen, Assoziationen, Konzerne,
Holdinggesellschaften.
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Es wurde ein neues System örtlicher Staatsorgane geschaffen,
deren Herzstück eine Institution bildet, in der die Funktionen
eines Leiters der exekutiven und der örtlich vertretenen Macht
vereint sind.
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Der Aufbau der örtlichen Machtorgane ist ohne die örtlichen
Selbstverwaltungsorgane der Bürger nicht vorstellbar, deren
Grundlage die Bürgerversammlung, die Mahallja, bildet. Diese Organe
wurden unter Berücksichtigung der geschichtlichen Traditionen und
der Mentalität des Volkes geschaffen, in der die Bedeutung der
Mahallja als wichtiges gesellschaftliches Organ der Selbstverwaltung
immer sehr groß war.
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Die Mahallja spielt eine wichtige Rolle bei der Erziehung zu guter
Nachbarschaft, der Achtung und des Humanismus in den Beziehungen der
Menschen untereinander. Sie schützt die sozialen Interessen der Bürger,
erweist den bedürftigen Bevölkerungsschichten konkrete Hilfe.
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Gleichzeitig müssen die Funktionen der Mahallja unter den
modernen Bedingungen einen neuen Inhalt erhalten. Die Rede ist
davon, daß das Mahallja zu einer wirksamen Unterstützung bei der
Verwirklichung der wirtschaftlichen und demokratischen
Umgestaltungen wird.
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In Übereinstimmung mit der Verfassung wurden auf der Grundlage
des neuen demokratischen Wahlsystems zum ersten Mal in der
Geschichte Usbekistans freie, alternative Wahl(.-n im
Mehrparteiensystem zum Parlament der Republik, Olij Mashlis und zu
den örtlichen Vertretungen der Machtorgane abgehalten. Im Ergebnis
dessen wurde der gesetzgebende Zweig der Staatsmacht, das Olij
Mashlis, und die örtlichen Räte der Volksabgeordneten geschaffen,
und sie funktionieren effektiv.
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Durch die großen und zielgerichteten Anstrengungen zur
Rechtsreform wurde auf der Basis des Grundgesetzes ein
Gerichtssystem der Republik als selbständiger und von den anderen
unabhängiger Machtzweig gebildet. Neue Strukturen der Gesetzesmacht
wurden geschaffen, und die Kompetenz der Gerichte wurde erweitert.
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In Übereinstimmung mit den strategischen Zielen und Prinzipien
der demokratischen Entwicklung der Gesellschaft wurde das System der
Rechtsschutzorgane und der nationalen Sicherheitsorgane in vielem
neu geschaffen. Die wichtigste Errungenschaft auf dem Wege. der
Herausbildung des neuen Staatswesens war die Schaffung der
nationalen Armee, der Streitkräfte Usbekistans.
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Institutionelle Strukturen für die Außenbeziehungen wurden
gebildet: die Ministerien für auswärtige Angelegenheiten und für
Außenwirtschaftsbeziehungen, die Nationalbank für die Wirtschaftstätigkeit
mit dem Ausland und ein ganzes Netz anderer spezialisierter
Einrichtungen.
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Eine zentrale Stellung im System der Organe der Staatsmacht als Stütze
des politischen Systems des neuen Usbekistans hat der erstmals in
der Geschichte Usbekistans geschaffene Posten des Präsidenten der
Republik.
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Die Präsidialmacht, in der die Befugnisse des Präsidenten als
Staatschef und Chef der Exekutive konzentriert sind, wurde zur
tragenden Konstruktion im Gebäude des neuen usbekischen
Staatswesens, zum Garanten für die Stabilität der Gesellschaft und
das erfolgreiche Fortschreiten Usbekistans auf dem Wege der
Reformen.
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Die Annahme der Verfassung und die aktive Gesetzgebungstätigkeit
in den vergangenen Jahren ermöglichten es, feste Grundlagen für
die Gestaltung des Rechtsstaates zu legen, die die Gleichheit aller
Bürger vor dem Gesetz und seinen Vorrang garantieren.
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Dabei änderte sich das Wesen des Staates selbst auf grundlegende
Weise. Er wurde zum Hauptinitiator und Koordinator der durchzuführenden
Reformen, zum Hauptverwirklicher der neuen Ideen im
gesellschaftlichen Leben, wurde in der ersten Etappe zur aktivsten
Kraft bei der Erneuerung der Gesellschaft.
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Die Realisierung der allerersten Etappe der Herausbildung des
neuen usbekischen Staatswesens fand ihre Widerspiegelung im
Anwachsen und in der Festigung der internationalen Autorität
Usbekistans, in der Herstellung und Entwicklung von Beziehungen der
Freundschaft und Zusammenarbeit mit vielen Ländern der
Weltgemeinschaft.
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Usbekistan als unabhängiger, souveräner Staat wurde Mitglied der
maßgeblichen und einflußreichsten internationalen
Organisationen.
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Die neuen Aufgaben zur Reformation des Staatswesens als
wichtigstes Subjekt des demokratischen poitischen Systems sind heute
vor allem dadurch geprägt, daß in der gegenwärtigen Etappe die
Aufgaben der weiteren Demokratisierung. des gesellschaftlichen
Lebens aktuell und wichtig sind, das auf der Vielfalt und Festigung
der Rolle der politischen Einrichtungen und nichtstaatlichen
geselschaftlichen Vereinigungen sowie auf der Erhöhung politischen
Aktivität der Bevölkerung beruht.
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Unter den neuen Bedingungen ist die wichtigste Aufgabe des
Staates, der staatlichen Macht- und Verwaltungsorgane, die Suche
nach und das Auffinden von neuen Formen der Arbeit und
Zusammenarbeit mit politischen Parteien, nichtstaatlichen
gesellschaftlichen Strukturen, verschiedenen Institutionen der bürgerlichen
Gesellschaft.
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Die Dezentralisierung der Machtbefugnisse, die Suche nach Wegen
der Übertragung von Teilen der Machtbefugnisse vom Zentrum auf die
Regionen, örtlichen Machtorganen, wird notwendig unter Beibehaltung
der Effektivität der Arbeit der Organe der Staatsmacht insgesamt.
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Die örtlichen Organe der Staatsmacht müssen ihrerseits unter den
neuen Bedingungen die Möglichkeiten der Stärkung der Rolle und
Festigung der Autorität der örtlichen Selbstverwaltungsorgane der
Bürger erfahren, indem ihnen Teile ihrer Machtbefugnisse und
Funktionen übertragen werden.
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Die aktive Rolle des Staates zu Beginn der Etappe der Reformen,
die die Konzentration der Hauptbefugnisse in den Händen des Staates
verlangte, und vor allem der exekutiven Macht, erfordert in der
gegenwärtigen Etappe der demokratischen Umgestaltungen die
Ausarbeitung einer langfristigen Strategie der politischen,
wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung, wenn sich die Rolle des
Staates grundlegend wandeln wird, wenn man vom endgültigen Ziel
unserer demokratischen Entwicklung ausgeht, vom Aufbau der bürgerlichen
Gesellschaft. Wir müssen ein solches System der staatlichen,
gesellschaftlichen Ordnung schaffen, bei dem die starke staatliche
Zentralgewalt ihre Anstrengungen auf die hauptsächlichen
gesamtnationalen Funktionen konzentriert wie die Verteidigung, die
staatliche Sicherheit und die Sicherheit der Bürger, die Außenpolitik,
die Gestaltung der Valuta-, Finanz- und Steuersysteme, die Annahme
von Gesetzen und auf andere strategische Entwicklungsaufgaben. Die
Klärung der übrigen Fragen muß allmählich aus dem Zentrum an die
Orte übergeben werden, von den Organen der Staatsmacht an die
gesellschaftlichen Organisationen und die Selbstverwaltungsorgane
der Bürger.
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Das ist unsere strategische Aufgabe bei der Gestaltung und
Entwicklung des Staatswesens, ausgehend von dem von uns gewählten
Kurs der demokratischen Entwicklung der Gesellschaft.
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Gleichzeitig erlangt unter den modernen Bedingungen das Problem
der weiteren Festigung des neuen Staatswesens Usbekistans über eine
genauere Festlegung der Rolle des Staates im System der politischen
Institutionen der Gesellschaft eine besondere Bedeutung, vor allem
hinsichtlich der Festigung der Grundlagen der nationalen Sicherheit,
der Erhaltung der Stabilität und der stabilen politischen und
wirtschaftlichen Entwicklung des Landes.
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Die nationale Sicherheit, die als garantierter Schutz der
lebenswichtigen Interessen der Republik Usbekistan, der Rechte und
Freiheiten der Bürger, ,vor äußeren und inneren Bedrohungen
verstanden wird, ist ein komplexes System von Maßnahmen, in dem
neben einem starken Staat auch die aktive Position der
Selbstverwaltungsorgane der Bürger sowie ein breites Netz
verschiedenster nichtstaatlicher Strukturen zu notwendigen und
wichtigen Komponenten der nationalen Sicherheit werden.
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Die innere Bedrohung der nationalen Sicherheit wird am
effektivsten auf dem Wege der Festigung der demokratischen,
nichtstaatlichen, bürgerlichen Strukturen geklärt, in denen die bürgerliche
Aktivität der Bevölkerung ihren Ausgang findet, und über ihre Tätigkeit
wird die Gefahr von illegalem politischen Extremismus gebannt.
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Die Anerkennung dessen, daß der Staat die Hauptverantwortung für
die nationale Sicherheit trägt, macht die verstärkte Beachtung der
Reformierung der staatlichen Machtorgane notwendig, damit der Prozeß
der Dezentrallsierung der Macht nicht zu einem regionalen
Separatismus führt und die Demokratisierung des gesellschaftlichen
Lebens nicht den Ausbruch politischen Extremismus unter den
verschiedensten Losungen fördert. Daher ist in der neuen Etappe
nicht von einer Verringerung der Rolle des Staates in der
gesellschaftlichen Entwicklung die Rede, sondern von ihrer
konkreteren Erscheinungsform, der Bestimmung der strategischen
Richtungen, bei der die führende Rolle des Staates in der nahen
Perspektive erhalten bleiben wird.
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Die nationale Sicherheit, die Sicherung der Souveränität und
territorialen Integrität des Landes sind in der gegenwärtigen
Etappe am meisten bedroht, in erster Linie von Seiten äußerer Kräfte.
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Die Herde bewaffneter Konflikte an den südlichen Grenzen unserer
Heimat sind potentielle Quellen der Kriegsgefahr. Dieser Umstand
schiebt die Verteldigungsfähigkeit unseres Staates, das heißt den
Bereitschaftsgrad zum Schutz vor einer möglichen Aggression, in den
Rang der wichtigsten Bedingung für die Gewährleistung der
nationalen Sicherheit und Stabilität nicht nur unseres Landes,
sondern der Region insgesamt.
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Die Verteidigungsfähigkeit des Staates setzt sich bekanntlich aus
der Gesamtheit seines politischen, wirtschaftlichen, militärischen,
wissenschaftlichen und geistigen Potentials zusammen. Die Grundlagen
unserer Politik in dieser Sphäre sind in der militärischen Doktrin
dargelegt, die von Olij Mashlis nach breiter und allseitiger
Diskussion durch alle Schichten unserer Bevölkerung angenommen
wurde. Unser Volk billigte den Charakter der Verteidigung und die
Prinzipien, auf denen sie aufbaut. Vor allem sind das der Verzicht
auf Gewaltanwendung oder -androhung, die Sicherung der
Verteidigungsfähigkeit auf einem vernünftigen und ausreichenden
Niveau, die Verpflichtung, die Prinzipien und Normen des
internationalen Rechts strikt einzuhalten, die übernommenen
Verpflichtungen in internationalen Abkommen zu erfüllen usw.
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Ein wichtiges Element der Verteidigungsfähigkeit des Staates sind
seine Streitkräfte, ihre Kampfkraft und ihr Bereitschaftsgrad zur
Erfüllung der Aufgaben bei der Zurückweisung des Aggressors von
der Entfachung bewaffneter Konflikte und Kriege und die Vernichtung
des Aggressors bei einem Überfall auf das Territorium des Landes
mit Anwendung verschiedener Arten konventioneller Bewaffnung.
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Das Ziel beim militärischen Aufbau muß die etappenweise
Schaffung einer Berufsarmee sein, die gut ausgebildete Kämpfer hat,
die ihrem Volk, ihrer Erde treu ergeben sind und die fähig sind,
die Ehre und Würde ihrer Heimat bis zum Ende zu verteidigen. Es
sollen Streitkräfte gebildet werden, die nicht zahlenmäßig stark
sind, aber mobil, gut mit modernen Waffen und mit Kampftechnik
ausgerüstet sind und in der Lage, selbständig und zuverlässig die
Sicherheit Usbekistans zu schützen.
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Unsere Streitkräfte müssen in ständiger Bereitschaft zu
Handlungen in beliebigen Situationen sein, sie müssen ein
ausgewogenes Kampfpotential haben, damit sie unter Berücksichtigung
der geostrategischen Lage unseres Landes und der geographischen
Besonderheiten seines Territoriums fähig sind, einem möglichen
Aggressor mit ihrer ganzen Macht auf dem Land und im Luftraum eine
Abfuhr zu erteilen.
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Die Kampfkraft, die Kampffähigkeit der Streitkräfte setzt sich
aus einer Vielzahl von Faktoren zusammen:
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Erstens ist das die zahlenmäßige Stärke und Qualität des
Personals, die durch die Professionalität, das
moralisch-psychologische Niveau, die physische Ausbildung und
Disziplin bestimmt wird.
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Es ist offensichtlich, daß die Zusammensetzung, Struktur und
zahlenmäßige Stärke der Streitkräfte einerseits der realen militärpolltischen
Situation in der Region und einer möglichen militärischen
Bedrohung von außen entsprechen muß, andererseits den realen Möglichkeiten
und Ressourcen unseres Staates.
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Bekanntlich ist für die notwendige Qualität des Personals die
professionelle Ausbildung wichtig, der Zustand der materiellen Basis
der Ausbildung. Zweifellos liegt darin auch die Rolle des gesamten
Systems der militärischen Ausbildung der Jugend, die dazu
aufgerufen ist, physisch und geistig gesunde Mitglieder unserer
Gesellschaft herauszubilden, Patrioten ihrer Heimat, die sich die
Errungenschaften der Weltzivillsation, die kulturellen und geistigen
Werte unseres Volkes aneignen.
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In dieser Richtung wurde auch nicht wenig getan. Insbesondere
wurde ein System zur Ausbildung der Offizierskader für die
verschiedensten Waffengattungen geschaffen. Wir haben vier Militärhochschulen,
darunter eine Fliegerschule und eine 1993 eröffnete Militärfakultät
zur Ausbildung von Spezialisten im Funkwesen. Die 1994 gegründete
Akademie der Streitkräfte begann die Ausbildung von Offizierskadern
mit Hochschulbildung.
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Man muß unterstreichen, daß die Zeit von uns fordert, die nötige
Aufmerksamkeit der Organisation und Vervollkommnung des
wissenschaftlichen Ausbildungsprozesses und der Ausbildung von
nationalen Kadern zu widmen. Dieser Prozeß muß den modernen
Anforderungen entsprechen, unter Berücksichtigung der neuesten
Errungenschaften der Militärwissenschaft, darunter auch der
Erfahrungen von Kriegshandlungen im Ausland.
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Dabei sind die Besonderheiten der mittelasiatischen Region zu berücksichtigen,
das Talent, ein Regiment zu führen, die Kriegskunst und das
strategische Denken unserer großen Vorfahren sind dabei zu
studieren: Dshalaliddin Manguberdi, Temur Malik, Amir Temur, Babur
und andere.
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Zweitens ist das die Menge und Qualität der Bewaffnung und der
Kampftechnik, die ein wichtiges Element der Kampfkraft der Streitkräfte
sind.
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Vom Staat werden Maßnahmen zur Ausrüstung der Streitkräfte mit
den neuesten Modellen der Kampftechnik und Bewaffnung unternommen,
obwohl die Ausrüstung der Streitkräfte mit Waffen und
Kampftechnik, die Sicherung ihrer Qualität auf einem Niveau, das
die Vorherrschaft über einen potentiellen Gegner sichert, das
schwierigste Problem für jeden beliebigen Staat darstellt.
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Drittens ist das die militärische Infrastruktur, deren Rolle für
den Kampfeinsatz der Streitkräfte unbestritten ist.
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In den Jahren des Aufbaus der Streitkräfte insgesamt bildete sich
ein System der Verwaltung und Kommunikation, der militärischen, rückwärtigen
und technischen Sicherstellung heraus, ein Stationierungssystem der
Waffengattungen. Die operative Ausrüstung der Territorien wird
vervollkommnet. Sie entspricht der heutigen Struktur, zahlenmäßigen
Stärke und Stationierung der Truppen.
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Gleichzeitig erfordern die nächsten Aufgaben des Aufbaus der
Streitkräfte verstärkte Anstrengungen auch in dieser Richtung.
Offensichtlich müssen sie ausgewogen sein, aus gleichberechtigten
Truppenteilen und rückwärtigen Diensten bestehen, die militärische
Infrastruktur muß eine schnelle Änderung der Stationierung der
Truppen sicherstellen, und wir müssen die Möglichkeit einer
strategischen und operativen Voraussicht zur effektiven Verwaltung
und zum Aufbau der Streitkräfte sichern.
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Viertens haben die Vorbereitung und Schaffung von Bedingungen für
eine schnelle Umstellung der Industrie und die Erfüllung der
Aufgaben des Mobilisierungsplanes, der Aufnahme und Anpassung der
mobilisierten Ressourcen, die Herstellung der militärischen
Organisation und Bereitschaft zur Erfüllung der Kampfaufgaben in kürzester
Zeit im Falle einer großangelegten Aggression eine große Bedeutung
für die Verteidigungsfähigkeit des Landes.
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Unbestritten ist die Auswirkung der Wirtschaft, der Möglichkeiten
der Industrie und die Mobilisierungsbereitschaft auf den Zustand der
Verteidigungsfähigkeit des Staates: Das Wirtschaftspotential ist
die Grundlage für die Verteidigungsfähigkeit
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unserer Heimat.
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Unschätzbar ist die Rolle auch der außenwirtschaftlichen und außenpolitischen
Aspekte bei der Festigung der Verteidigungsfähigkeit und der militärischen
Sicherheit Usbekistans.
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Unter den gegenwärtigen Bedingungen kann die Sicherheit nur eine
kollektive Sicherheit sein, die durch das gemeinsame Handeln
solidarischer Staaten, durch die Vereinigung ihrer Möglichkeiten
gefestigt werden kann.
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Gerade daher ist Usbekistan bereit, an friedensschaffenden
Operationen unter der Ägide der UNO und OBSE teilzunehmen. Aus dem
gleichen Grunde ist Usbekistan einer der Initiatoren zur Schaffung
eines Systems der kollektiven Sicherheit in der Region. Im Mal 1992
wurde in Taschkent einer der ersten Verträge dieser Art zwischen
den GUS-Staaten unterzeichnet.
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Usbekistan, das als Mitglied der nichtpaktgebundenen Staaten nicht
an militärpolitischen Blöcken beteiligt ist, sieht darin jedoch
die Garantie für die nationale Sicherheit, für die Erhaltung des
Friedens und der Stabilität in der Region und tritt gegen die
Schaffung eines militärpolitischen Blockes im Raum der GUS auf,
unter der Prämisse, daß die Herausbildung eines solchen Blockes
die Welt zu den vergangenen Zeiten des "Kalten Krieges"
zurückführen würde.
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Wir beabsichtigen, zur Festigung der nationalen Sicherheit
Usbekistans und zum Widerstand gegen die äußere Bedrohung,
ausgehend vom Prinzip der allgemeinen Sicherheit und Erhaltung der
regionalen Stabilität, auf vertraglicher Grundlage Beziehungen zu
jenen Staaten zu knüpfen, deren Lebensinteressen dabei unmittelbar
betroffen sind. Es soll noch einmal unterstrichen werden, daß der
Abschluß von militärpolitischen Verträgen die volle Souveränität,
territoriale Integrität und die Unantastbarkeit der bestehenden
Grenzen unseres Landes sichern soll.
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Usbekistan hat sich im Juli 1994 dem Programm der NATO
"Partnerschaft im Namen des Friedens" angeschlossen, das
auf die Schaffung eines breiten Systems der kollektiven Sicherheit
und Stabilität gerichtet ist, darunter auch in der
mittelasiatischen Region. Die Zusammenarbeit mit der NATO ermöglicht
es, über die militärpolitischen Ereignisse unterrichtet zu sein,
Zugang zu den Forschungen und Entwicklungen zu haben, die im Rahmen
dieser Allianz getätigt werden, an Maßnahmen der NATO-Länder
teilzunehmen, darunter auch an gemeinsamen Übungen militärischer
Formationen. All das dient nicht nur der militärischen Ausbildung
unserer Truppenteile, der Aneignung der neuesten Kampferfahrungen,
d. h. im Endeffekt der Erhöhung der Verteidigungsfähigkeit unseres
Landes, sondern auch der Festigung der Beziehungen unseres Staates
zu den wirtschaftlich entwickelten, demokratischen Ländern der Welt
in politischer, wirtschaftlicher und humanitärer Hinsicht.
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Durch die Entwicklung eines breiten Netzes der zwei- und
mehrseitigen Zusammenarbeit mit dem Ausland, mit internationalen
Organisationen, muß Usbekistan offensichtlich auch die militärpolltische
und militärtechnische Zusammenarbeit mit ihnen aktivieren.
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Unter der Herausbildung eines Sicherheitssystems verstehen wir, daß
die effektive Lösung der Probleme zur Festigung der Verteidigungsfähigkeit
unseres Landes erstens nicht im Rahmen einer Behörde erfolgen kann
und die Hinzuziehung anderer Organisationen und Institutionen
erfordert, die etwas mit der Entwicklung der militärischen
Infrastruktur, dem Verteidigungsbereich der Wirtschaft, der Außenpolitik
und der genauen Koordinierung der Tätigkeit aller dieser Behörden
untereinander zu tun haben.
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Zweitens erfordert der Verzicht auf die Ausarbeitung selbständiger
Behördenpläne und Programme für die Entwicklung der einzelnen
Elemente der Verteidigungsfähigkeit auch den Übergang zur
Ausarbeitung eines einheitlichen komplexen Planes der militärischen
Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit des Landes. Unter den
Bedingungen begrenzter Ressourcen und Mittel ermöglicht das ihre
effektive Nutzung und die Sicherung eines annehmbaren Niveaus der
Verteidigungsfähigkeit.
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Eine wichtige Rolle bei der Koordinierung der Tätigkeit der
Ministerien und Behörden bei der Festigung der Verteidigungsfähigkeit
des Landes, bei der Ausarbeitung und Realisierung des einheitlichen
komplexen Planes spielt der Rat für nationale Verteidigung.
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Drittens: Angesichts der sich verändernden inneren und äußeren
Bedingungen, beispielsweise der demographischen Situation der Bevölkerung,
des technischen Niveaus der Bewaffnung usw., erfordert die
systematische Untersuchung des Zustands der Verteldigungsfähigkeit
unseres Landes und seiner Entwicklungsperspektiven, der Erfahrungen
und der Praxis anderer Staaten in dieser Sphäre ständige
Aufmerksamkeit. Verständnis und Verwirklichung aller dieser
Prinzipien unter den konkreten Bedingungen unseres Staats- und
Verteldigungsaufbaus sowie die ständige Erhöhung der Verantwortung
der konkret Ausführenden dieses Abschnitts, das sind die
Bedingungen, die eine stabile Entwicklung Usbekistans garantieren können.