Präsentation des Tourismuspotenzials Usbekistans in Münster
Bekanntermaßen sind die Dimensionen des weltweiten Tourismus heutzutage so groß wie nie zuvor. Der Tourismus wird zu einer Kulturbranche, zu einem sich dynamisch entwickelnden Wirtschaftszweig. Die Vertiefung der internationalen Zusammenarbeit auf diesem Gebiet erweitert die Möglichkeiten für eine Bereicherung der Kulturen der Völker, für Verständigung und Informiertheit. Entsprechend den Einschätzungen der Welt-Tourismus-Organisation wird der Touristenstrom in den europäischen Ländern zum Jahr 2020 um 30 % anwachsen, während diese Kennziffer in Asien 400 % ausmachen wird. Dabei berücksichtigen die ausländischen Experten in ihren Prognosen auch die wachsende Entwicklung des Tourismus in Usbekistan.
Es ist bemerkenswert, dass es die Tourismusindustrie Usbekistans unter den Bedingungen der Globalisierung, der Ausdehnung der Verkehrsströme und der harten Konkurrenz in einem kurzen Zeitraum vermocht hat, das vorhandene Potenzial zu realisieren, nachdem sie die Republik im Zusammenhang mit dem berühmten Markennamen „Große Seidenstraße“ zu einem der meistbesuchten Länder gemacht hat. Zur Bestätigung dieser Behauptung können viele Beispiele angeführt werden.
Das belegen auch die Initiativen deutscher Reiseveranstalter, die auf einen Ausbau des Touristenstroms aus Deutschland nach Usbekistan - der Perle des Orients – zielen.
Am 8. Januar 2009 haben die deutsche Tourismusfirma „Studiosus Gruppenreisen GmbH“ und die Organisation „AWO-Treff“ unter Beteiligung der Botschaft der Republik Usbekistan in Berlin das touristische Potenzial der Republik in Münster (Bundesland Nordrhein-Westfalen) vorgestellt. An der Veranstaltung beteiligten sich Vertreter von Firmen, Organisationen und Medien, die mit Fragen des Tourismus befasst sind, wie auch Vertreter des öffentlichen Lebens der Stadt.
Während der Veranstaltung hielt der Vertreter der „Studiosus Gruppenreisen GmbH“, Christopher Maler, einen Vortrag. Dazu kamen die Vorführung des Films „Perlen Usbekistans“ und die Fotoausstellung des deutschen Fotografen Jochen Brück über Usbekistan.
In seinem Beitrag erzählte Christopher Maler, vom Beruf Geograph und Ethnologe, über Rolle und Stellung solch alt ehrwürdiger usbekischer Städte wie Buchara, Samarkand, Chiwa u. a. an der Großen Seidenstraße. Er unterstrich ihren unschätzbaren Beitrag zur Weltzivilisation mittels Förderung der Entwicklung des Austauschs zwischen Ost und West in Handel und Kultur.
Der Redner kam auch auf die Besonderheiten Usbekistans im Hinblick auf Natur und Landschaft zu sprechen, indem er ihre große Anziehungskraft für den Tourismus erwähnte.
Nach Auffassung von Christopher Maler gehört zu den wichtigsten Reichtümern Usbekistans, was Usbekistan von anderen Staaten der Region unterscheidet, die große Zahl von historischen Baudenkmälern, die mehrheitlich eine Sonderstellung im Weltkulturerbe einnehmen. Mit Verweis auf die reichen Traditionen des usbekischen Volkes, die für ausländische Gäste von großem Interesse sind, betonte er besonders die Gastfreundschaft und die wohlwollende Haltung der Menschen.
„Als ich im vorigen Jahr erstmals Usbekistan besuchte, war ich angenehm überrascht von der Vielfalt der Natur und Landschaft, der Schönheit der Baudenkmäler sowie den reichen Bräuchen und Traditionen des usbekischen Volkes, die sich durch ein erstaunliches Kolorit auszeichnen“, äußert der Autor der Fotos dieser Ausstellung Jochen Brück. „Diese Eindrücke haben mich dazu veranlasst, eine Fotosammlung über Usbekistan zu schaffen. Während dieser Reise gelang es mir, zirka 800 Fotos zu machen. Die heutige Ausstellung über Ihr Land ist nicht die erste. Unter Nutzung eines Teils dieser Fotografien lief im Juli des vergangenen Jahres in Münster eine Ausstellung, die Usbekistan gewidmet war. Beim Erstellen der Kollektion für die Ausstellung ist jedes Mal die Fotoauswahl für mich das Schwerste, da alle Fotos für mich gleichermaßen schön und beeindruckend sind.“
Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch ein Infostand mit verschiedenen Materialien eingerichtet, die über das riesige touristische Potenzial Usbekistans wie auch usbekische Tourismusfirmen berichten.
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