Schon immer galten die Verkehrsverbindungen zwischen Staaten als eines der wichtigsten Mittel der Völkervereinigung, wirtschaftlichen Entwicklung, gegenseitigen kulturellen Bereicherung und nicht zuletzt als die Voraussetzung für ein friedliches und harmonisches Zusammenleben der Menschen.
Damals wie heute befand sich das usbekische Staatsgebiet im Herzen der Großen Seidenstraße und war somit ein Kreuzungspunkt für die kürzesten Verkehrsverbindungen zwischen Europa und Asien. Angesichts seiner mittigen Lage in der Region ist Usbekistan zu der Rolle einer geopolitischen Brücke zwischen dem Okzident und dem Orient prädestiniert.
Die geographische Lage Usbekistans stellt eine Drehscheibe zwischen dem Westen und dem Osten sowie zwischen dem Norden und dem Süden dar und kann mehreren Staaten Eurasiens die Möglichkeit geben, eine hindernisfreie und sichere Landestransportverbindung zu nutzen.
Usbekistan verfügt über ein ausgebautes Schienen- und Straßennetz, mehrere internationale Flughäfen und Luftverkehrsverbindungen, die quer durch das Land gehen und den Bedarf an internationalen und vor allem an Transitbeförderungen decken. Somit besitzt Usbekistan ein immenses Transportpotential und einmalige verkehrslogistische Voraussetzungen für den Transport und Umschlag von Gütern sowie für die Beförderung von Personen in alle Zielrichtungen und mit allen Verkehrsmitteln, auch auf dem Transitwege.
Hier sei besonders auf die Bedeutung der internationalen Güterumschlagterminals und Logistikzentren bei der Akquisition der Spediteuraufträge hingewiesen. Diese Einrichtungen haben die Aufgabe, den Einsatz von unterschiedlichen Beförderungsmitteln zu koordinieren, was für die zentralasiatischen Staaten angesichts des fehlenden Zugangs zum Meer als absolut aktuell erscheint. Somit gilt es für Usbekistan, Logistikterminals entlang der existierenden Verkehrsverbindungen sowie an den Grenzen zu den Anrainerstaaten zu errichten als eine Art Trockenhäfen zu betreiben.
Heute plant Usbekistan ein internationales Logistikzentrum erstmals in Zentralasien bei sich zu errichten, das zum Umschlagen von allen erdenklichen Arten von Gütern, die über die regionalen Verkehrsverbindungen befördert werden, dienen wird.
Verkehrsinfrastruktur
Die Erneuerung und der Ausbau der Transportinfrastruktur sowie der Bau von neuen Verkehrsverbindungen stellen einen wichtigen Bereich für ausländische Investitionen dar.
In Usbekistan sind alle Verkehrsarten gut entwickelt. Das Bahnschienennetz weist eine Ausdehnung von 6.500 km auf und ist das dichtste in Zentralasien. Der Straßentransport spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle bei der Güter- und Personenbeförderung. Seit Beginn der Reformen wurden 43.500 km Straße gebaut und in Betrieb genommen, davon sind 97% mit Asphaltbeton befestigt.
Das Bahnschienennetz des öffentlichen Unternehmens Usbekistan Railways verbindet die entlegendsten Orte mit den größeren Städten und sichert somit ihren Anschluss an internationale Verkehrsverbindungen und nationale Rohstoffbezugsquellen.
Eine der wichtigsten Richtungen der nationalen Entwicklungspolitik besteht in der Errichtung eines internationalen Verkehrssystems, das einen Zugang zu den benachbarten und fernliegenden Staaten ermöglichen könnte.
Heute funktioniert bereits die Eisenbahnstrecke Tedschen-Serachs-Meschhed als Teil des überregionalen asiatischen Verkehrskorridors, der von Peking bis nach Istanbul führt. Seit 2000 dürfen 6 bis 8 Mio. t unterschiedliche Güter über diese Verkehrsverbindung befördert worden sein und dieses Volumen darf künftig um das Doppelte steigen.
Die Gütertransporte über die benannte Verkehrsverbindung geben Usbekistan zusätzliche Möglichkeiten für den Aufbau der Außenhandelsbeziehungen mit den östlichen Pazifikstaaten, der Westtürkei und mehreren europäischen Ländern.
NAC Usbekistan Airways
Die nationale Luftfahrtgesellschaft Usbekistan Airways ist ein öffentliches Lufttransportunternehmen, das die Wirtschaft und die Bevölkerung mit Güter-, Personen- und Sondertransportleistungen auf dem Luftwege versorgt.
Die Luftfahrtgesellschaft wurde auf den Erlass des usbekischen Präsidenten I. Karimov vom 28. Januar 1992 gegründet. Damals startete gleichzeitig auch das nationale Zivilluftfahrt-Förderprogramm, dessen Komponenten eine Erneuerung des Flugzeugparks, Errichtung von neuen Flughafenterminals, Grunderneuerung des Flugsicherungswesens, Erneuerung der Bodenausrüstungen an den Flugplätzen, Einrichtung der nationalen Ausbildungsanstalt für hochqualifiziertes Luftfahrtpersonal sowie eine Verbesserung der Administrations- und Verwaltungsabläufe bezweckten. Dank der durchgesetzten Reformen entwickelte sich das Luftverkehrswesen zu einer der führenden usbekischen Wirtschaftsbranchen und trägt zur Förderung der internationalen, wirtschaftlichen, diplomatischen und kulturellen Beziehungen Usbekistans mit der Außenwelt tatkräftig bei.
Die nationale Fluggesellschaft nahm ihren festen Platz am internationalen Luftbeförderungsmarkt ein und bietet ihren Kunden ein anspruchsvolles und wettbewerbsfähiges Leistungsprodukt an. Seit ihrer Gründung bekam sie mehrmals hohe Auszeichnungen: ein Diplom von Flight Safety Foundation, eine Preisauszeichnung „Euromarket 2000“ für erfolgreiche Geschäftsaktivitäten und eine Auszeichnung von International Association of Airport Executives.
Die Fluggesellschaft fliegt weltweit mehr als 40 Städte in Amerika, Europa, dem Nah- und Mittelost, Südostasien, Zentralasien und den GUS-Staaten regulär an. Ein harmonisches Zusammenspiel der gewonnenen Erfahrungen, der zeitgemäßen Managementphilosophie, der internationalen Standards und der neuesten IC-Technologien machte es für Usbekistan Airways möglich, eine der erfolgreichsten und sich dynamisch entwickelnden Luftfahrtgesellschaften der Welt zu werden.